
NIS-2-Check: Wie gut ist Ihr Unternehmen vorbereitet?
Wie weit ist die Umsetzung der NIS-2-Richtlinie in Ihrem Unternehmen vorangeschritten? Haben Sie den Überblick über Ihre IT-Prozesse? Der NIS-2-Check hilft Ihnen dabei, systematisch zu klären, ob Ihr Betrieb betroffen ist, welche Anforderungen bereits erfüllt werden und wo noch Handlungsbedarf besteht. Es gilt, einen sorgfältigen Blick auf das große Ganze zu werfen: Vereinfacht dargestellt zählen Unternehmen bereits als besonders wichtige Einrichtung und fallen damit unter die Regularien, wenn sie in einer bestimmten Branche tätig sind, mindestens 50 Mitarbeitende beschäftigen oder bestimmte Umsatz- und Bilanzschwellen überschreiten.
Was verlangt NIS-2 konkret?
Die NIS-2-Richtlinie schreibt nicht einfach „nur“ den Einsatz einzelner Security-Produkte vor. Gefordert wird vielmehr ein systematisches, risikobasiertes Sicherheitsmanagement. Zu den zentralen Handlungsfeldern gehören unter anderem:
Risikoanalyse und Sicherheitskonzepte: Unternehmen benötigen einen strukturierten Überblick über ihre IT-Risiken, kritischen Systeme, Abhängigkeiten und möglichen Angriffsszenarien.
Incident Management: Für Sicherheitsvorfälle müssen Prozesse, Verantwortlichkeiten und Eskalationswege definiert sein.
Business Continuity, Backup und Wiederherstellung: Reine Sicherheitskopien allein reichen nicht aus. Entscheidend ist, ob Daten und Systeme im Ernstfall innerhalb angemessener Zeit tatsächlich wiederhergestellt werden können.
Sicherheit der Lieferkette: Auch die Abhängigkeit von IT-Dienstleistern, Softwareanbietern, Cloud-Diensten und weiteren Zulieferern muss in die Risikobetrachtung einbezogen werden.
Schwachstellen- und Patchmanagement: Sicherheitslücken müssen erkannt, bewertet und kontrolliert behoben werden.
Überprüfung der Wirksamkeit der Maßnahmen: Es genügt nicht, die Prozesse lediglich einzuführen. Unternehmen müssen beurteilen können, ob diese in der Praxis funktionieren.
Security Awareness und Schulungen: Mitarbeitende spielen eine wesentliche Rolle bei der Informationssicherheit. Eine regelmäßige Sensibilisierung gehört zum Maßnahmenpaket.
Kryptografie und sichere Kommunikation: Der angemessene Einsatz kryptografischer Verfahren und geschützter Kommunikationslösungen ist ebenfalls Bestandteil der Anforderungen.
Identitäts- und Zugriffsmanagement: Berechtigungskonzepte, Zugriffskontrollen und eine strukturierte Verwaltung der IT-Systeme gehören zu den grundlegenden Sicherheitsmaßnahmen.
Multi-Faktor-Authentifizierung: Wo es angemessen ist, sollten Lösungen zur Multi-Faktor- oder kontinuierlichen Authentifizierung eingesetzt werden.
Wie läuft ein NIS-2-Check ab?
Ein sinnvoll aufgebauter NIS-2-Check kann in mehrere Schritte gegliedert werden.
1. Betroffenheit prüfen: Zunächst ist die Frage zu klären, ob und in welcher Kategorie Ihr Unternehmen unter die gesetzlichen Anforderungen fällt. Dazu werden unter anderem die Unternehmensgröße, der Tätigkeitsbereich und relevante Einrichtungsarten betrachtet.
2. Ist-Zustand aufnehmen: Im nächsten Schritt wird der aktuelle Stand Ihrer Informationssicherheit untersucht. Dazu gehören technische, organisatorische und dokumentarische Maßnahmen. Unter anderem liegt dabei der Fokus auf folgenden Bereichen:
- Netzwerk- und Systemarchitektur
- Firewall- und Endpoint-Security
- Identity- und Access-Management
- Multi-Faktor-Authentifizierung
- Backup- und Recovery-Konzept
- Patch- und Vulnerability-Management
- Monitoring und Protokollierung
- Incident Response
- Notfall- und Wiederanlaufplanung
- Cloud-Sicherheit
- Security Awareness
- Dienstleister- und Lieferkettenmanagement
- bestehende Richtlinien und Dokumentationen
3. Abweichungen identifizieren: In dieser Phase wird der Ist-Zustand mit den relevanten NIS-2-Anforderungen abgeglichen. Das Ergebnis ist im Idealfall keine abstrakte Liste regulatorischer Vorgaben, sondern eine verständliche Übersicht ähnlich eines Fahrplans. Dieser beinhaltet Antworten auf die Fragen: Was ist bereits umgesetzt, was ist teilweise umgesetzt und wo bestehen relevante Lücken?
4. Risiken und Maßnahmen priorisieren: Nicht jede Abweichung lässt sich aus dem Stand beheben oder muss sofort angegangen werden. Deshalb sollten Maßnahmen nach dem Risiko, der Dringlichkeit und dem Aufwand priorisiert werden. Es sollte eine Roadmap entstehen, die gerade auch die mittelfristigen technischen Maßnahmen und längerfristige organisatorische Projekte berücksichtigt.
5. Umsetzung und Dokumentation: Im nächsten Schritt können die priorisierten Maßnahmen umgesetzt werden. Wichtig ist dabei, nicht nur die Technik zu verbessern, sondern Entscheidungen, Prozesse und Verantwortlichkeiten nachvollziehbar zu dokumentieren.
Wir sind rund um den NIS-2-Check für Sie da!
Gemeinsam mit Ihnen nehmen wir den technischen und den organisatorischen Ist-Zustand Ihrer IT genau in den Blick, identifizieren relevante Handlungsfelder und entwickeln daraus konkrete Maßnahmen. Je nach Ausgangslage kann dies von der Absicherung der Identitäten und Endgeräte über die Segmentierung von Netzwerken sowie über besondere Backup-Konzepte bis hin zu Monitoring, zum Schwachstellenmanagement, zur Notfallvorsorge und zur Dokumentation reichen.
Prüfen Sie jetzt Ihren NIS-2-Status.
Mit einem strukturierten NIS-2-Check erhalten Sie schnell einen genauen Überblick über Ihren aktuellen Sicherheitsstatus, über bestehende Lücken und die nächsten sinnvollen Schritte. So können Sie notwendige Maßnahmen gezielt priorisieren und Ihre IT-Sicherheit nachhaltig weiterentwickeln.
Gemeinsam sorgen wir nicht nur für Transparenz in Ihrer IT-Landschaft, sondern entwickeln gern eine konkrete Roadmap, damit Sie rund um Ihre Cybersecurity und Ihre NIS-2-Konformität optimal aufgestellt sind. Kommen Sie gern auf uns zu!
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